Hohenzollern

Zimmern (Bisingen) Landkreis Zollernalbkreis Südwestliches Albvorland/Gäulandschaften 850 Meter Höhe
Südlich von Hechingen und nordwestlich von Bisingen erhebt sich vor dem Albtrauf der das Umland um nahezu 300 Meter überragende und beherrschende Zeugenberg (Bergkegel), mit der Burg Hohenzollern. Der heutige, in vielen Teilen erst in den Jahren 1850 bis 1867 entstandene Bau spiegelt eine fast tausend Jahre währende Geschichte als Stammsitz der Familie der (Hohen)Zollern wider. Nach mehrfacher Zerstörung und Verfall der Vorgängeranlagen befindet sich die wahrscheinlich bereits in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts errichtete, 1267 erstmals dezidiert als castro zolre genannte Burg heute nach wie vor im Privatbesitz der Familie Hohenzollern. Von der B 27 südlich bei Hechingen zweigt eine beschilderte Straße zum Parkplatz unterhalb der Burg Hohenzollern ab. Ein Fußweg führt direkt zur Burg. Zudem besteht ein Shuttle-Service vom Parkplatz.
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Die Familie der Zollern wird erstmals 1061 in den Annalen (Weltchronik) des Mönches Berthold in der Abtei Reichenau erwähnt: „Burchardus et Wezil de Zolorin occiduntur“ (Burkhard und Wezel von Zollern werden getötet). Ab dem Jahre 1179 nannte sich Burkhard von Zollern nach den Burgen Zollern und Hohenberg; er trat das Erbe der Grafen von Haigerloch an. Nach der 1179 erfolgten Teilung in eine hohenbergische und eine zollerische Linie erhielt Graf Burkhard die Burg Hohenberg und sein jüngerer Bruder Graf Friedrich die Burg Zollern. Vergleichbar mit den ähnlich exponierten Höhenburgen auf der Achalm bei Reutlingen und der Limburg bei Weilheim dürfte der ersten Zollernburg bereits eine große Bedeutung zugekommen sein.

König Heinrich VI. belehnte nach dem Aussterben der Grafen von Raabs den staufertreuen Zollerngrafen Friedrich III. (I.) im Jahre 1192 mit der Burggrafschaft Nürnberg. 1214 erfolgte die Teilung des Besitzes unter den Söhnen von Friedrich III. (I.): Friedrich IV. (II.) erhielt die schwäbischen Stammbesitzungen – sein Bruder Konrad I. war der Begründer der fränkischen und später brandenburgisch-preußischen Linien. 

Nach dem Tod Friedrichs XI. im Jahre 1401 sollten dessen beiden Söhne Friedrich XII., genannt der Öttinger, und Eitelfriedrich I. die Herrschaft gemeinsam besitzen. Der daraus resultierende Streit führte jedoch zu einer verhängnisvollen Besitzteilung. Graf Friedrich XII. legte sich mehrfach mit den schwäbischen Reichsstädten an, worauf das kaiserliche Hofgericht in Rottweil die Acht über ihn aussprach. 1422/1423 zogen nach mehrfachen Raubzügen des Grafen Friedrich XII. 18 schwäbische Reichsstädte vor den Hohenzollern. Nach einer zehnmonatigen Belagerung gelangen die Einnahme und Zerstörung der Stammburg. Im Hang unterhalb der Zollernburg sind noch mindestens zwei hufeisenförmige Belagerungsschanzen aus dieser Zeit vorhanden.

Im Oktober verbot Kaiser Sigmund den Wiederaufbau der Burg für alle Zeiten. Teile der Herrschaft wurden an verschiedene Adelige verpfändet. Graf Eitelfriedrich I. gelang es indes ab 1432, die verpfändeten Orte einzulösen und die Herrschaft für seinen 1433 geborenen Sohn Jos Niclas I. zu sichern. 1454 gab Kaiser Friedrich III. die Erlaubnis zum Wiederaufbau der Stammburg. Bereits 1460/1461 waren der Wiederaufbau und die Weihe der St. Michaels-Kapelle abgeschlossen. Die Burg wurde zur Residenz der Grafen von Hohenzollern.

Unter Graf Johann Georg von Hohenzollern-Hechingen wurde der Hohenzoller ab 1618 schließlich zur Festung ausgebaut. Die Untertanen der Grafschaft Zollern wurden für die Ausbauarbeiten zu Fronleistungen herangezogen. Dies war ein Auslöser für die Generalrebellion, die 1623 niedergeschlagen wurde. Im Laufe des 16. Jahrhunderts wurde die Burg auf dem Zollerberg durch die Schlösser in Hechingen und Sigmaringen als Wohnsitz abgelöst.

1623 wurden die Grafen von Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen in den Reichsfürstenstand erhoben. Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges erfolgte 1634–1648 die Belagerung und Einnahme der Burg durch Württemberg nach zwischenzeitlicher Besetzung durch die Bayern. Erst 1650 war die Burg wieder im Besitz der Zollern, 1667 erhielt jedoch Österreich das Öffnungsrecht und belegte die Burg mit einer eigenen Besatzung.

Von 1744 bis 1767 stand der Hohenzoller unter französischer Besatzung, danach wurde das Militär abgezogen und die Burg verlor ihre Bedeutung als Festungsanlage. 1794 waren lediglich noch drei Invaliden als Wächter eingesetzt, die Burg verfiel.

König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen beschloss nach einer Besichtigung der Ruine 1819 den Wiederaufbau des Hohenzollerns. Nach Plänen von Major Friedrich Arnold erfolgte der Abbruch von baufälligen Gebäuden und Festungswerken, die Instandsetzung der St. Michaels-Kapelle, die Erneuerung des Zeughauses und der Neubau eines Aussichtsturmes. Der Hohenzollern wurde zur künstlichen Ruine. 1838 legte Freiherr Rudolf von Stillfried (1804–1882) Pläne zum Wiederaufbau der Burg vor, König Friedrich Wilhelm IV. beauftragte 1844 seinen Hofarchitekten Friedrich August Stüler mit der Planung zum Wiederaufbau der Stammburg. Es kam schließlich zu einem Vertrag zwischen dem königlichen Haus Preußen und den fürstlichen Häusern Hohenzollerns zum gemeinsamen Aufbau.

1850 wurden die Fürstentümer Hohenzollern-Hechingen und Sigmaringen an Preußen abgetreten und als Hohenzollernsche Lande dem preußischen Staat eingegliedert. Der preußische Ingenieur-Offizier Moritz von Prittwitz-Gaffron (1795–1850) wurde im März aus Ulm nach Hechingen berufen und mit der Instandsetzung der Befestigungsanlagen beauftragt. Im September legte Prinz Wilhelm I. von Preußen, späterer König und deutscher Kaiser, den Grundstein zum Neubau der Burg. 1853 erfolgte die Fertigstellung der Festungswerke mit dem Rampenturm. Zugleich begannen die Baumaßnahmen am Hochschloss. 1859 erhielt die noch nicht fertiggestellte Anlage im Rahmen der Preußischen Mobilmachung 380 Mann Besatzung und 400 Zentner Pulver. 1866 gelang die Fertigstellung der Baumaßnahmen und die der gesamten Innenausstattung – der bis dahin nahezu waldfreie Berg wurde mit 92.000 Buchen aufgeforstet.

1867 erfolgte die Einweihung der neuen Burg Hohenzollern in Anwesenheit von König Wilhelm I., Königin Augusta, Kronprinz Friedrich (III.) und Fürst Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen. Die Burg wurde zum nationaldynastischen Denkmal und 1871 zum nationalen Einheitssymbol. Genutzt wurde sie bis etwa 1919 als Garnison beziehungsweise durch Wachkommandos. Wiederholt statteten die deutschen Kaiser und ihre Familien der Stammburg kurze Besuche ab. Letztmals besuchte Kaiser Wilhelm II. 1911 die Burg. Der letzte preußische Kronprinz Wilhelm lebte 1945 nach seiner Flucht aus Potsdam vorübergehend auf der Burg, die ihm vom kommandierenden General der französischen 1. Armee als Wohnsitz zugewiesen wurde. Im Jahre 1952 kamen die Särge von König Friedrich Wilhelm I. und König Friedrich II. dem Großen in die evangelische Kirche auf den Hohenzollern. 1970 und besonders 1978 erlitt die Burg erhebliche Schäden durch Erdbeben, deren Behebung bis 1986 andauerte. Die Überführung der Särge von König Friedrich Wilhelm I. in die Friedenskirche nach Potsdam und König Friedrich II. in die Gruft von Schloss Sanssouci prägte das Jahr 1991. 

Die 2001 und 2004 erfolgten Freilegungen der Kasematten und unterirdischen Gänge im Bereich des Nordwestflügels wurden mit einer didaktischen Erschließung begleitet. An den Baukosten waren der preußische Zweig der Hohenzollern zu zwei Dritteln und der schwäbische Zweig zu einem Drittel beteiligt. Nachdem Fürst Karl Friedrich von Hohenzollern-Sigmaringen, Oberhaupt des schwäbischen Familienzweiges, sein Drittel an Prinz Georg Friedrich von Preußen übertrug, ist die preußische Linie seit dem 1. Januar 2026 alleiniger Besitzer der Burg Hohenzoller.

Von den Vorgängerburgen des Hohenzollern ist am Baubestand nur wenig erkennbar. Zu unterscheiden sind vier wesentliche Bauphasen: 

I.) Die hochmittelalterliche Burg des 11. bis 13. Jahrhunderts, zu der die Aufzeichnungen von Freiherr Rudolf von Stillfried Hinweise geben. Im Zuge der Neubaumaßnahme konnte er die Fundamente und Bauwerkreste dieser Anlage freilegen und dokumentieren. Der Grundriss ergibt eine schiffsförmige Anlage, deren dreieckiges Vorwerk (d, e, f) an der Stelle der jetzigen Schneckenrampe liegt. Die Umfassungsmauer der Kernburg ist mit Schalentürmen (i–n) und Rundtürmen (g, h) bestückt. Auf der südlichen Außenmauer sitzt die noch erhaltene St. Michaels-Kapelle (b) aus dem 12. Jahrhundert. Frei im Burghof stand ein großes Gebäude auf nahezu quadratischem Grundriss (a), wohl der Wohnturm als Hauptgebäude der Burg. 

II.) Die spätmittelalterliche Burg von 1454–1460, die nach der offensichtlich gründlichen Zerstörung von 1423 als völliger Neubau errichtet wurde und mit der hochmittelalterlichen Burg nichts mehr gemein hat. Lediglich die St. Michaels-Kapelle wird in die Anlage einbezogen. Die Kernburg umfasste eine U-förmige Anlage mit vier Türmen (P, Q, R, S). Sie bildete die Grundlage beim Bau des Hohenzollern im 19. Jahrhundert.

Grundriss der neuen Burg Hohenzollern (Günter Schmitt).
© Kreisarchiv Zollernalbkreis, Günter Schmitt, Alle Rechte vorbehalten

Günter Schmitt

III.) Der Ausbau der spätmittelalterlichen Burg zur Festung 1618–1650, der unter den Zwängen fortifikatorischer Veränderungen erfolgte. Die Südostseite erhielt eine doppelte Toranlage (B, C). Den Burghof begrenzten zur Ostseite nun die Neubauten von Kaserne mit Kommandantenwohnung (X) und eine weitere Kaserne (L). Dazwischen führte durch zwei Tore eine Rampe zum Burghof. 

IV.) Die neue Burg Hohenzollern von 1850–1866, deren Wiederaufbau unter König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und durch den Architekten Friedrich August Stüler erfolgte. Stüler gründete seine Planung auf die Grundmauern des Hochschlosses aus dem 15. Jahrhundert (Anlage II) und Moritz von Prittwitz bezog die Bastionen des 17. Jahrhunderts (Anlage III) in das Konzept mit ein. Gänzlich neu ist der groß angelegte Rampenturm (5). Peter Joseph Lenné (1789–1866), Generaldirektor der königlich preußischen Gärten, war für die Gestaltung der Freiflächen des Berges verantwortlich, der Gartenanlagen von Burghof und Bastionen.

Das zweigeschossige Adlertor (1) ist mit dem Wahlspruch des hohenzollerischen Hausordens gekennzeichnet – „Vom Fels zum Meer“. Hinter diesem äußeren Torwerk beginnt der von Baumeister Prittwitz äußerst ideenreich ausgeklügelte, schneckenförmig angelegte Rampenturm. Der Festungsweg führt über den Wilhelmsturm (3) zum zweiten Tor mit folgendem niederen Vorwerk (4). Am Ende öffnet sich das Tor zum Rampenturm (5), dessen Auffahrt zuerst überwölbt um einen Innenhof, dann offen zum Torturm (6) mit Zugbrücke führt. Ein Rundgang auf den Bastionen (18–27) mit weiten Ausblicken vorbei an hoch aufragenden Wänden des Hochschlosses in bräunlich gelbem Malbstein gehört zu den bleibenden Eindrücken. Bronzene Torflügel führen in der letzten Schleife des Rampenturmes zur südlichen Bastionsebene. Auf der folgenden Michaelsbastion (18) liegt die nicht zugängliche Kronprinzengrabstätte. Bronzestatuen der brandenburg-preußischen Herrscher stehen als Wächter vor den Mauern. Sie stammen aus der Ruhmeshalle des Zeughauses in Berlin.

Grundriss der neuen Burg Hohenzollern (Günter Schmitt).
© Kreisarchiv Zollernalbkreis, Günter Schmitt, Alle Rechte vorbehalten

Günter Schmitt

Hochschloss: Hinter dem mit Pyramidendach, Scharwachttürmen und Zinnen bekrönten Torturm (6) führt eine Rampe (8) zum Hochschloss. Drei- bis viergeschossige Bauwerke mit hochgezogenem Zinnenkranz und Satteldach umfassen U-förmig den Burghof. Differenzierte Fassaden mit vorgestellten Bauteilen wie polygonalen Türme mit spitzen Helmdächern, quergestellte Baukörper mit neugotischen Giebelaufsätzen, ein runder Treppenturm und Staffelgiebel bestimmen die Natursteinfassaden. Aus dem Hintergrund ragen die außenseitig integrierten Türme. Im Nordwestflügel beginnt die Besichtigung der Repräsentationsräume, das Werk Stülers. Hinter dem gedeckten Aufgang (12) liegt die über zwei Geschosse reichende Stammbaumhalle (31). Sie ist Empfangs- und Vorhalle zum angrenzenden Grafensaal. Über einer kassettierten Holztäfelung zeigen drei Wände rankengeschmückte hohenzollerische Stammbäume. Prächtig wirkt der zu Festen und Empfängen genutzte Grafensaal (32). Schlanke Marmorsäulen mit vergoldeten Blattkapitellen gliedern den Raum dreischiffig und sechszonig. Das Mittelschiff ist mit Kreuzrippen überwölbt, mit tiefgelbem Grund und goldenen Ranken bemalt. Die eher dicht vor der Wand stehenden Säulen tragen zur Außenseite ein spitzes, in dunkelblau gehaltenes Tonnengewölbe. Jeweils vier Fenster zu beiden Seiten mit Grisaillen und farbiger Umrahmung geben dem Grafensaal eine gleichmäßige Beleuchtung.

Grundriss der hochmittelalterlichen Burg Hohenzollern 11. bis 13. Jahrhundert (Günter Schmitt).
© Kreisarchiv Zollernalbkreis, Günter Schmitt, Alle Rechte vorbehalten

Günter Schmitt

Zum Grafensaal gehören die Räume von Kaiserturm (26) und Bischofsturm (24). Während der Kaiserturm mit seinem zehneckigen Grundriss einen eigenen Raum bildet, besteht der Bischofsturm lediglich aus einer hohen Nische mit Statuen und Gemälden. Dem Grafensaal folgt die ehemalige Bibliothek (33). Der lange und eher schmale Raum zeigt über den Bücherschränken Historienbilder zur älteren Geschichte des Hohenzollerns. Zwischen der Bibliothek und der St. Michaels-Kapelle befinden sich im Südflügel die ehemaligen Räume der königlichen Wohnung (34–39). Seit 2004 sind die unteren Bereiche des Nordwestflügels zugänglich. Er ist mit zwei Etagen unterkellert. Darüber befand sich die Schlossküche, in der heute die Schatzkammer untergebracht ist (44). Das erste Kellergeschoss besteht aus ehemaligen Wirtschaftsräumen. Eine Wendeltreppe führt in den darunter liegenden, eingewölbten und schusssicheren Bereich der Kasematten. Bauhistorisch Interessierte können hier den Baubestand bis zur hochmittelalterlichen Anlage verfolgen. Bau- und kunsthistorisch bedeutendstes Bauwerk ist die katholische St. Michaels-Kapelle (15) am Ende des Südflügels. Teilbereiche der Bausubstanz und die drei bedeutenden Sandsteinreliefplatten an den Längswänden entstammen der hochmittelalterlichen Burg des 12. und 13. Jahrhunderts. Dem Langhaus auf rechteckigem Grundriss ist ein Polygonalchor im Dreiachtelschluss mit Netzrippengewölbe angegliedert. Die Glasfenster datieren um 1280. Der Sockel besitzt außenseitig einen gekehlten Absatz. Bauzeitlich sind die Quader und Buckelquader einzuordnen. Sie besitzen platten-, kissen- und polsterförmige, flach hervorstehende Buckel mit 3 Zentimeter breiten Randschlägen. Im Zuge der Bauarbeiten zum neuen Hochschloss musste die Vorhalle (47) wegen Baufälligkeit abgetragen und durch eine neue ersetzt werden. Gegenstück zur alten St. Michaels-Kapelle ist die am Ende des Nordflügels stehende evangelische Christuskapelle (9). Sie steht architektonisch – außen wie innen – gänzlich für die Neugotik. Schmale, hochgezogene Maßwerkfenster, steiles Rippengewölbe und flächig dunkelblaue Ausmalung bestimmen den Innenraum. Ein Großteil der Ausstattung entstammt der königlichen Eisengießerei in Berlin. Als Unterkirche wurde zum Tode von Prinzessin Kira, der Großfürstin von Russland und Ehefrau des Louis Ferdinand von Preußen, die russisch-orthodoxe Auferstehungskapelle eingebaut.

(Dr. Christoph Morrissey)

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Die hohe Dichte an Burgen, Schlössern und Ruinen im Zollernalbkreis steht in engem Zusammenhang mit der besonderen Landschaft des UNESCO Geopark Schwäbische Alb. Ihre Entstehung geht auf die geologische Entwicklung der Region zurück: mächtigen Kalksteinschichten aus der Jurazeit wurden durch Hebung und Erosion zu einer markanten Schichtstufenlandschaft mit Felsen, steilen Hängen und exponierten Anhöhen geformt.

Diese natürlichen Gegebenheiten boten ideale Voraussetzungen für den Burgenbau. Höhenlagen ermöglichten Schutz und Kontrolle zugleich: Steile Flanken erschwerten Angriffe, während die exponierte Lage weite Ausblicke über das Umland eröffnete. Burgen wurden daher gezielt auf Felsen, Bergspornen oder isolierten Kuppen errichtet – häufig in direkter Verbindung mit dem anstehenden Kalkstein.

Ein prägnantes Beispiel ist die Burg Hohenzollern, die weithin sichtbar auf dem Zollerberg thront. Als Zeugenberg dokumentiert er die frühere Ausdehnung der Albtafel nach Nordwesten.  Auch zahlreiche weitere Anlagen im Zollernalbkreis nutzen die topografischen Vorteile der Alb und prägen bis heute das Landschaftsbild.

Die Burgenlandschaft ist damit Ausdruck des engen Zusammenspiels von Geologie und menschlicher Nutzung. Im UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb wird dieser Zusammenhang besonders deutlich: Die charakteristischen Felsen und Höhenzüge sind nicht nur landschaftsprägend, sondern auch Grundlage einer jahrhundertealten Bau- und Siedlungsgeschichte.

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Theodor Zingeler/Wilhelm Friedrich Laur, Die Bau- und Kunst-Denkmaeler in den Hohenzollern'schen Landen, Stuttgart 1896, Seite 138-147 mit Plan.

Karl Theodor Zingeler/Georg Buck, Zollerische Schloesser, Burgen und Burgruinen in Schwaben, Berlin 1906, Seite 1-13.

Friedrich Hossfeld/Willy Baur (Bearbeiter), Kreis Hechingen (Die Kunstdenkmäler Hohenzollerns 1), Hechingen, 1939, Seite 211-224, Abbildung 350-374 mit Plänen.

Rolf Bothe, Burg Hohenzollern. Von der mittelalterlichen Burg zum national-dynastischen Denkmal im 19. Jahrhundert, Berlin 1979.

Wilfried Schöntag, Die Herrschaftsbildung der Grafen von Zollern vom 12. bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts, in: Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte 32 (1996), Seite 167-228.

Ingrid Helber, Kunst- und Kulturdenkmale im Zollernalbkreis (Zollernalb-Profile Reihe B Band 1) Stuttgart 2001, Seite 95-98.

Günter Schmitt, Burgen, Schlösser und Ruinen im Zollernalbkreis (Zollernalb-Profile Band 3, Schriftenreihe des Zollernalbkreises) Ostfildern 2007, Seite 105-118.

Wolfgang Willig, Landadel-Schlösser in Baden-Württemberg, Balingen 2010, Seite 197-198.

Veronika Mertens, Die Burg im Bild zwischen Mittelalter und Romantik, in: Bernhard Rüth/Dorothee Ade/Cajetan Schaub (Herausgeber), Adelssitze zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb, Stuttgart 2014, Seite 90-101, 174-177.

Christian Kayser, Burg Hohenzollern, ein Jahrtausend Baugeschichte, Konstanz 2017.

Volker Trugenberger (Herausgeber), Hohenzollern, Burg, Adelshaus, Land. Katalog zur Ausstellung des Staatsarchivs Sigmaringen und des Hohenzollerischen Geschichtsvereins 2017, Stuttgart 2017.

Homepage der Burg: https://www.burg-hohenzollern.com.

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Die Burg Hohenzollern bietet einen besonderen Rahmen für standesamtliche Trauungen sowie die Möglichkeit einer kirchlichen Trauung am Abend.
Weitere Informationen erhalten Sie beim Standesamt der Gemeinde Bisingen oder bei der Burg Hohenzollern

Entstehung

1000 bis 1200

Erhaltung

Gut erhalten

Empfehlung

Aussichtspunkte, Barrierearm, Für Familien, Highlights, Mit Gastronomie

Besichtigung

frei zugänglich

Karte & Anreise

Anfahrtsbeschreibung

Hohenzollern - Zimmern (Bisingen) 

Georeferenzierung:
48.323598, 8.967477

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